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01.06.2021 - TF

Hausgottesdienst zu Fronleichnam


Wenn möglich, wird eine Kerze angezündet.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Lied (Sie können die Lieder singen; Sie können aber auch den Text sprechen und vielleicht dabei die Melodie summen.): Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch … (Gotteslob 146)

 

Herr Jesus Christus! In dem Sakrament des Altares hast Du uns das Gedächtnis an Dein Leiden, Dein Sterben und an Deine Auferstehung hinterlassen.

Immer wieder dürfen wir Dir in der Kommunion begegnen und zugleich miteinander die Gemeinschaft derer feiern, die Dir mit ihrem Leben nachzufolgen versuchen. Lass uns verstehen, welche Liebe uns darin entgegenkommt. Lass uns Kraft und Ausdauer finden in Dir. Amen.

 

Lesung aus dem Buch Exodus (24, 3 – 8)

Mose kam und übermittelte dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des Herrn. Das ganze Volk antwortete einstimmig und sagte: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun. Mose schrieb alle Worte des Herrn auf. Am nächsten Morgen stand er zeitig auf und errichtete am Fuß des Berges einen Altar und zwölf Steinmale für die zwölf Stämme Israels. Er schickte die jungen Männer Israels aus. Sie brachten Brandopfer dar und schlachteten junge Stiere als Heilsopfer für den Herrn. Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in eine Schüssel, mit der anderen Hälfte besprengte er den Altar. Darauf nahm er die Urkunde des Bundes und verlas sie vor dem Volk. Sie antworteten: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun; wir wollen gehorchen.

Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den der Herr aufgrund all dieser Worte mit euch geschlossen hat.

 

Lied: Beim letzten Abendmahle … (Gotteslob 282)

 

Lesung aus dem Hebräerbrief (9, 11 – 15)

Christus aber ist gekommen als Hohepriester der künftigen Güter durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist. Nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, um wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst als makelloses Opfer kraft des ewigen Geistes Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen. Und darum ist er der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.

 

Lied: Herr, wir bringen in Brot und Wein … (Gotteslob 184)

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus (14, 12 – 16. 22 – 26) 

Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm zu schlachten pflegte, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm,  bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor!

Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

 

Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes.

 

Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.

 

Gedanken zu Fronleichnam

Leib des Herrn – das ist die Bedeutung des für uns Heutige etwas sperrigen Wortes „Fronleichnam“.

„Leib“ meint dabei nicht einfach nur die materielle Hülle einer Person, sondern den ganzen Menschen; diesen konkreten Menschen, so wie er ist, was ihn ausmacht; es meint die gesamte individuelle Person.

Wenn wir das Fronleichnamsfest begehen, dann denken wir zurück an den Gründonnerstag, an dem Jesus das Sakrament der Eucharistie einsetzte. Wir denken zugleich daran, dass Er auch heute und bis zum Ende der Welt für uns gegenwärtig ist. Nicht in bloßer Erinnerung an ehedem Gewesenes, sondern aktuell hier und für uns jetzt. So wie Er mit Seinem ganzen Wesen es in den Jahrhunderten seit jenem ersten Gründonnerstag war und auch nach uns für alle sein wird, die diese Eucharistie, die Große Danksagung, feiern.

Bei jeder Messfeier – wenn wir aufmerksam die Gebete hören, bekommen wir es immer wieder klargemacht – feiert nicht nur die jetzt gerade für uns sichtbar anwesende Gruppe von Gläubigen; es feiert mit diesen sichtbar Anwesenden die Kirche aller Zeiten. Sie alle – die, die uns auf dieser Erde im Glauben vorausgegangen sind, und die, die uns nachfolgen – sie alle sind um den Altar mit uns versammelt. Eucharistie ist die Feier der Anwesenheit Gottes. ER und alle seine in Ihm heilig Gewordenen sind nicht (wie wir hier auf der Erde noch Lebenden) gebunden an Zeit und Raum. Eucharistie umspannt zeitliche und räumliche Distanz.

 

Wir nehmen daran teil und: wir bringen uns ein. Wir sind nicht nur anwesende Zuschauer. Als die, die zu Christus gehören, sind wir selbst Gabe an Gott. Mit Christus zusammen sind wir Leib des Herrn.

Wir sind es auch, nachdem die liturgische Feier der Eucharistie uns mit dem „Geht hin in Frieden!“ längst wieder in den Alltag entlassen hat.

 

Lied: Die Kirche steht gegründet … (Gotteslob 482)

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du bist mit uns in Deinem Wort und Deinem Sakrament. Mit uns gehst Du auf den Straßen dieser Erde, durch uns wirkst Du in dieser Zeit. Im Vertrauen auf Dich kommen wir mit unsern Bitten zur Dir.

 

  • Wir bitten für unsere Kirche und alle, die die Botschaft Deiner Liebe unter die Menschen tragen.
  • Wir beten für die Einheit der Christen.
  • Wir bitten um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt; um Fürsorge und Hilfsbereitschaft unter allen Menschen.
  • Wir beten für die Opfer von Krieg, Katastrophen und Gewalt.
  • Wir beten für unsere Verstorbenen; ganz besonders die, an die niemand mehr denkt.

 

Wir beten in unseren ganz persönlichen Anliegen, Hoffnungen und Sorgen. (In Stille können Sie Namen und Anliegen vor Gott bringen.)  

 

Vaterunser

 

Segen

Barmherziger Gott, segne uns, wenn wir jetzt wieder in unseren alltäglichen Lebenskreis zurückkehren! Sei Du unsere Kraft, unsere Ermutigung und unser Ziel! Lass uns Dich zu unseren Mitmenschen tragen!

+ Dazu segne uns der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Lied: Also sprach beim Abendmahle … (Gotteslob 281)

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