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Geschichte unserer Pfarrgemeinde

Elsen, seit 1975 ein Stadtteil von Paderborn, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt vom 25. Mai des Jahres 1036. In diesem Jahr gründete der Paderborner Bischof Meinwerk das Busdorfstift, ein Kanonikerstift, in Paderborn. Um es auszustatten, schenkte er laut dieser Urkunde unter anderem den Zehnten des bischöflichen Haupthofes Nigenhus (heute Schloß Neuhaus 3 km nordöstlich von Elsen) mit seinen Vorwerken oder Unterhöfen llasana (heute Elsen), Ascha, Bruch und Tuna. Elsen bestand also schon zu jener Zeit als Vorwerk und muss somit älter sein.

In der Urkunde nicht erwähnt, aber für die Gründung Elsens bedeutsam, ist die Kirche. Ihre Gründung könnte in die Zeit der Sachsenmissionierung fallen. Nachdem Karl der Große die westgermanischen Stämme der Sachsen besiegt hatte, kam es im Zuge der Sachsenmissionierung zur Gründung von acht Bistümern. Darunter war neben Minden, Münster, Osnabrück, Verden, Hamburg, Hildesheim und Halberstadt auch Paderborn. Der zweite Schritt zur Christianisierung war die, Gründung von Pfarrsprengeln. Diese wurden mit Reliquien von fränkischen Heiligen ausgestattet. So wurde der Dom in Paderborn neben dem hl. Kilian und der Gottesmutter Maria unter das Patrozinium des hl. Liborius (erster Bischof von Le Mans/Frankreich) gestellt, das Kloster Corvey an der Weser dem hl. Vitus (seine Gebeine Kamen aus dem Kloster Saint-Denis) anvertraut und Boke, eine der ältesten Pfarreien im Bistum, mit Reliquien des hl. Landelinus ausgestattet. In diese Liste von fränkischen Reichsheiligen reiht sich Dionysius ein. Elsen könnte somit, wie die eben genannten Kirchen auch, eine Gründung der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts sein.

Es gibt noch einen weiteren Anhaltspunkt, der Elsen als Gründung dieser Zeit ausweist. Im Jahr 830 hielt sich Hilduin, der Abt des Klosters Saint-Denis, in Paderborn auf. Von ihm ist bekannt, dass er die Translation der Vitus-Reliquien nach Corvey veranlasste. Es ist gut möglich, dass er dabei Reliquien des hl. Dionysius dem Paderborner Bischof zur Ausstattung seiner Pfarrkirchen mitbrachte. So gibt es neben Elsen noch zwei weitere alte Pfarreien (Buke, 12 km westlich von Paderborn und Niedermarsberg-Horhusen, 40 km südlich von Paderborn) die mit Dionysius-Reliquien ausgestattet sind.

Gut 150 Jahre nach dem Aufenthalt des Abtes Hilduin in Paderborn weihte der Paderborner Bischof Rether (Amtszeit 983-1009), im Zug der Weihe des neu errichteten Domes zu Halberstadt, einen Seitenaltar an der Nordseite des Gotteshauses zu Ehren der Heiligen Liborius und Dionysius. Es ist somit denkbar, dass die Bischofskirche von Paderborn im Besitz von Dionysius-Reliquien war.

St. Dionysius Elsen
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