St. Dionysius Elsen im Pastoralverbund Elsen-Wewer

Sakrament der Ehe

Sakrament der Ehe ©Sarah Frank/pfarrbriefservice.de

©Sarah Frank/pfarrbriefservice.de

Die kirchliche Trauung ist Zeichen, dass Gott den Eheleuten auf ihrem gemeinsamen Weg beistehen soll. Er will ihnen mit seiner Liebe Mut machen und ihnen seine Nähe und Hilfe zusagen.

Zur Terminabsprache für die Trauung melden Sie sich frühzeitig im Pfarrbüro (das geht auch telefonisch – 0 52 54 / 93 31 – 0).

Da die Pfarrkirche im Jahr 2016 renoviert werden soll, ist voraussichtlich ab März 2016 möglicherweise eine Trauung nicht in der St. Dionysius-Kirche möglich.
Alternativ wird nach Baubeginn eine Trauung im Dionysius-Haus oder in der Pfarrkirche in Wewer angeboten.

Auf Wunsch ist auch eine Trauung durch einen Geistlichen aus dem Pastoralverbund in den Kirchen der Umgebung möglich. Hier sollte eine langfristige Planung erfolgen.
Näheres kann im Pfarrbüro erfragt werden.

Zuständig ist nach dem Kirchenrecht für die Vorbereitung einer Trauung der Pfarrer des Wohnortes (auch, wenn die Hochzeit an einem anderen Ort stattfindet).

Ein vorbereitendes Gespräch mit der Aufnahme der Personalien und der Feststellung, dass es keine Ehehindernisse gibt, erfolgt dann meist 1-6 Monate vor der Trauung.

Damit eine kirchliche Trauung möglich ist, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • wenigstens ein Partner muss der katholischen Kirche angehören
  • beide Partner sollen ledig sein (wenn ein Partner schon einmal standesamtlich verheiratet war, ist eine kirchliche Trauung nur möglich, wenn nach katholischen Verständnis die Vorehe nicht gültig war. Bitte rechtzeitig mit einem Priester klären!)
  • Eine erneute Eheschließung eines Partners, der schon einmal katholisch verheiratet war, ist nur möglich, wenn die Vorehe nach katholischem Verständnis nicht gültig geschlossen wurde. In diesem Fall wird ein Ehenichtigkeitsverfahren geführt. In der Regel sollte hierfür etwa 1 Jahr einkalkuliert werden.

Die Trauung findet in der Pfarrkirche statt. Falls Sie in einer anderen Gemeinde heiraten möchten, ist das möglich. Dazu wird dann eine „Delegation – eine Überweisung” erteilt.

Bei Brautleuten, die verschiedenen Konfessionen angehören, ist unter Umständen – in Absprache mit den Geistlichen der anderen Konfession – auch eine gemeinsame Trauung möglich (sog. Ökumenische Trauung).

Auch eine (nach katholischem Verständnis gültige) Trauung in einer evangelischen Kirche ist grundsätzlich möglich. Allerdings muss vor der Trauung das Ehevorbereitungsprotokoll beim zuständigen kath. Pfarrer erstellt werden.

Für das vorbereitende Gespräch benötigt jeder katholische Partner einen neu ausgestellten Taufschein (bitte beim Taufpfarramt anfordern!). Bei Christen einer anderen Konfession genügt auch die Kopie eines Taufnachweises (Familienbuch der Eltern oder Konfirmandenbescheinigung).

In allen Fragen können Sie sich aber gerne an die Priester wenden, die ihnen – wenn möglich – weiterhelfen werden.

 

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Die Ehe

Wo Liebe sich zwischen zwei Menschen ereignet, entsteht der Wunsch, das Leben miteinander zu teilen. Die Heilige Schrift erkennt diese Sehnsucht von Mann und Frau als von Anfang an zum Menschen gehörig: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt” (Gen 2,18). Doch die Bibel weiß nicht nur um das Ideal, sondern auch um die Gefährdungen. Sie legt die gesamte Geschichte Gottes mit den Menschen in der Vorstellung des Bundes und der Ehe aus. Auf dem Hintergrund dieser oftmals dramatischen Beziehung Gottes zu seinem Volk wird die sakramentale Würde der Ehe von Getauften deutlich. Denn das Sakrament der Ehe ordnet sich in diesen spannungsvollen Zusammenhang von tiefer menschlicher Sehnsucht und der Erfahrung der Gefährdung ein. In diesem Sakrament stellen Frau und Mann ihren Wunsch nach Unverbrüchlichkeit und Ausschließlichkeit ihrer Liebe in den Horizont der Liebe Gottes. Er, der wie ein Ehemann unabweislich um die Liebe seines Volkes gerungen (vgl. Hos 2,21 f) und sich auf die Menschen bis zum Kreuzestod seines Sohnes eingelassen hat: Dieser Gott soll mit seinem Beistand den Bund fürs Leben umfangen und begleiten. Zugleich möge er mit seinem Segen für das Paar auch den Liebes- und Lebensraum eröffnen, in dem Kinder als Frucht der Liebe ihren Platz finden können. Auch im Wissen um die Begrenztheit der eigenen Kräfte können Menschen im Glauben an ihn, der Anfang und Ende ist, wagen, sich aneinander zu binden, bis der Tod sie scheidet. In diesem Vertrauen dürfen sie es getrost tun. Ihr Ehebund ist ein Abbild der Liebe Gottes mit den Menschen und des Bundes Christi mit seiner Kirche. Mit Recht wird die in einem solchen Ja wurzelnde christliche Familie als Kirche im Kleinen bezeichnet. Dabei geht es nicht um Perfektion. Die christliche Ehe lebt vielmehr von der gemeinsamen Erfahrung, je neu anfangen zu dürfen, und aus der Hoffnung auf Kraft und Vollendung durch den, der die Menschen zuerst geliebt hat.

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