St. Dionysius Elsen im Pastoralverbund Elsen-Wewer

CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter

19.07.2013

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Wie wurde Europa christlich? Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Die Ausbreitung des Christentums in Europa ist Thema einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung in Paderborn.

Im Jahr 313 wurde mit der Mailänder Vereinbarung der römischen Kaiser Konstantin und Licinius das Christentum erstmals als Religion toleriert – ein Wendepunkt, der für den weiteren Verlauf und die Ausbreitung des Christentums von entscheidender Bedeutung war. 2013 jährt sich diese Übereinkunft zum 1700. Mal – Anlass für gleich drei Paderborner Museen, die Anfänge und die Verbreitung des Christentums in Europa mit einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung gemeinsamen in den Blick zu nehmen.

CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter” lautet der Titel der neuen epochenübergreifenden Paderborner Schau, die vom 26. Juli bis 3. November 2013 im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, im Museum in der Kaiserpfalz und in der Städtischen Galerie am Abdinghof zu sehen sein wird. Die Ausstellung wird gemeinsam von der Stadt Paderborn, dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) realisiert. Nach den erfolgreichen Mittelalterausstellungen „Kunst und Kultur der Karolingerzeit” von 1999 und „Canossa – Erschütterung der Welt” von 2006 ist dies das dritte gemeinsame Ausstellungsprojekt von überregionaler Strahlkraft.

Mit rund 600 teils noch nie gezeigten Exponaten und archäologischen Neufunden dokumentiert die Ausstellung, wie das Christentum nach Europa kam und sich in den verschiedenen Ländern, insbesondere in Nord- und Osteuropa, ausbreitete. Auf den Spuren von Missionaren und Kaufleuten sowie mächtiger Herrscher werden wichtige Etappen der etwa 1000 Jahre umfassenden Epoche des Übergangs thematisiert: von der Verbreitung des Christentums im Römischen Reich über die Christianisierung Galliens, Irlands und der Angelsachsen, bis hin zur Bekehrung Skandinaviens, Polens und der Mission im Baltikum. Der abschließende Rückblick auf die Geschichte der Christianisierung mündet in der Frage nach der Identität Europas und dem Stellenwert seiner christlichen Wurzeln heute.

Die Ausstellung versammelt hochkarätige Leihgaben aus Museen, Bibliotheken und Sammlungen in den USA und ganz Europa, etwa aus Berlin, Dublin, London, Oslo, Paris, Riga, New York, Rom und Warschau. Seltene Papyrusfragmente mit Briefen des Apostels Paulus, Schatzkunst aus der Merowingerzeit, irische Vortragekreuze, slawische Idole, kunstvoll geschnitzte skandinavische Stabkirchenportale, aber auch kostbare liturgische Gefäße und bedeutende Zeugnisse der Buchkunst vermitteln ein eindrucksvolles Panorama der Geschichte der Christianisierung und der Menschen, die den Glauben verbreiteten und empfingen.

Die Ausstellungseinheit Lux mundi im Diözesanmuseum wird mit der Ausbreitung des Christentums in der Antike ansetzen, dabei einen Schwerpunkt auf Migrationsprozesse von Motiven und Ideen legen sowie auf die Missionsarbeit vor Ort eingehen. Auch soll gezeigt werden, welche Veränderungen das Christentum im Laufe der Missionierung in den verschiedenen europäischen Regionen erfuhr. Unter dem Titel In hoc signo widmet sich das Museum in der Kaiserpfalz den friedlichen und kriegerischen Missionsinitiativen der christlichen Herrscher seit Karl dem Großen. Schließlich beleuchtet die dritte und letzte Ausstellungseinheit Qvo vadis? in der Städtischen Galerie am Abdinghof, wie in späteren Jahrhunderten der mittelalterliche Christianisierungsprozess wahrgenommen, aber auch politisch im Spiegel der jeweiligen Zeit gedeutet wurde. Dabei wird der Bogen bis hin zum christlichen Erbe im säkularen Europa des 21. Jahrhunderts gespannt.

„CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter” steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Joachim Gauck und erfreut sich der besonderen Wertschätzung durch den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Kultur (Pontificium Consilium de Cultura) Gianfranco Kardinal Ravasi.

 

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet: http://www.credo-ausstellung.de


 

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